Brandschutz-

Schulung

Pläne...   gehören auch dazu   

Wege, z.B. Flure, Treppen und Ausgänge ins Freie, über die Menschen und Tiere im Gefahrenfall (bei Brand) bauliche Anlagen verlassen und sich in Sicherheit bringen können (= Selbstrettung). Rettungswege im strengen Sinn sind Zugänge und Wege für Einsatzkräfte wie der Feuerwehr, über die    die Bergung (= Fremdrettung) von z.B. verletzten Personen und Tieren sowie die Brandbekämpfung (Löscharbeiten) möglich sind (siehe § 14 MBO).

 

Das wäre u.a. der Feuerwehrplan, er ist ein vorbereiteter Plan für die Brandbekämpfung und für Rettungsmaßnahmen an besonderen Objekten, sie sind Führungsmittel und dienen der Einsatz  vorbereitung, der besseren Orientierung sowie der Beurteilung der Lage. Feuerwehrpläne unter-iegen  aus Gründen der Einheitlichkeit der DIN 14095, und sind durch den Betreiber der Anlage mit der zuständigen Brandschutzdienststelle oder örtlichen Feuerwehr abzustimmen.

Feuerwehrpläne bestehen aus der allgemeinen Objektinformation, dem Übersichtsplan und den Geschossplan. Sonderpläne und weitere textliche Erklärungen können ev. zusätzlich erforderlich sein, sie müssen von fachlich qualifizierten Personen estellt werden, die in den Bereichen

  • baulicher Brandschutz
  • anlagentechnischer Brandschutz
  • abwehrender Brandschutz
  • Gefahrstoffe
  • Arbeitsschutz

über ausreichende Sachkunde verfügen. Feuerwehrpläne sind stets auf aktuellem Stand zu halten. Sie sind mindestens alle 2 Jahre von einer sachkundigen Person zu überprüfen.

Der Brandschutzplan ist als ein Überbegriff vom Feuerwehrplan sowie Flucht- und Rettungsplan zu verstehen. In ihm werden detaillierte Informationen für die Einsatzkräfte eingetragen, wie z.B. die Gefährdungspotenziale, Bedieneinrichtungen der Anlagentechnik, Raumbezeichnungen etc. Hinzu kommen Informationen über den Verlauf der Rettungswege sowie ortsfest installierte Lösch- und Meldeeinrichtungen.

Der Gefahrenabwehrplan ist das Grundsatzpapier zum betrieblichen Brandschutz. Im Gefahrenabwehrplan werden beispielsweise das rechtliche Verhältnis des Brandschutzbeauftragten  zur Betriebsleitung, seine Qualifikation, seine Pflichten sowie seine Rechte ebenso festgeschrieben, wie die voraussichtlich relevanten Brandszenarien und die jeweils anzustrebenden Reaktionen darauf. Dies ist insbesondere bei komplizierten Evakuierungsvorgängen wie beispiels- weise in Krankenhäusern oder Opernhäusern von erheblicher Relevanz. Der Plan beinhaltet ferner Angaben zu den zyklisch durch den Brandschutzbeauftragten vorzunehmenden Prüfungen, aber auch zu den Prüfungen von technischen Einrichtungen durch Sachkundige bzw. Sachverständige.        

Der Gefahrenabwehrplan ist damit das zentrale Dokument des betrieblichen Brandschutzes. Veränderungen funktionaler oder baulicher Art können anhand dieses Dokumentes leicht auf ihre Auswirkungen auf den Brandschutz überprüft werden. Der Gefahrenabwehrplan ist Grundlage für die aufzustellenden Brandschutzordnungen und wird in enger Abstimmung mit dem Brandschutzbeauf-    tragten oder der Betriebsleitung entwickelt.

Es bleibt Ziel der Gefahrenabwehrpläne, den Schutz der Beschäftigten und der Einsatzkräfte sowie Dritter zu gewährleisten.  

Der Flucht- und/oder Rettungsplan wird nach DIN ISO 23601 bzw. BGV A8 erstellt und beinhält alle  für den Nutzer notwendigen Angaben, die im Brand- bzw. Notfall wichtig sind. Besucher und Gäste können sich über die bestehenden Fluchtwege, Feuerlösch- und Meldeeinrichtungen, Erste-Hilfe Einrichtungen und Verhaltensregeln so informieren. Es ist wichtig, Fluchtpläne und Rettungspläne seitenrichtig darzustellen und anzubringen, um die Erkennbarkeit zu gewährleisten. Der Standort des Planes sollte so gewählt werden, dass eine ständige und ausreichende Beleuchtung des Planes garantiert ist.    

Feuerwehr-Laufkarten nach DIN 14675 sind Hilfsmittel zur Orientierung der Einsatzkräfte beim Auffinden des ausgelösten Brandmelders, sie sind griffbereit an der Brandmeldezentrale aufzu- bewahren. Feuerwehr-Laufkarten müssen gut lesbar und übersichtlich aufgebaut sein:

  • Auf der Vorderseite – in einer Grundrissgebäudeübersicht wird der Laufweg von der Brandmeldezentrale bzw. der Feuerwehr-Anzeige- und Bedieneinrichtung (FAT) bis zur ausgelösten Melder Gruppe dargestellt.
  • Auf der Rückseite – zur eindeutigen Lokalisierung des Brandortes ist ein Detailplan mit dem Meldebereich und der räumlichen  Zuordnung der Einzelmelder mit Nummer dargestellt.

Brandschutzordnung nach DIN 14096, ist eine auf ein bestimmtes Objekt zugeschnittene Zusammenfassung von Regeln für die Brandverhütung und das Verhalten bei Bränden. Der Verantwortungsbereich eines Arbeitgebers umfasst den Schutz der beschäftigten Arbeitnehmer sowie der vorhandenen Sachgüter, um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es u.a. einer Brandschutz-Ordnung diese besteht aus den Teilen A, B und C.

Teil A – Kurzhinweise zum Verhalten im Brandfall ist als Aushang vorgesehen und richtet sich an alle Personen die sich in einer baulichen Anlage befinden. Teil A umfasst Kurzhinweise zum Verhalten im Brandfall, wie zum besonnenen Verhalten, zur Brandmeldung, zur Räumung und zur Brandbe-kämpfung.

Teil B – Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes richtet sich an Personen ohne besondere Brandschutzaufgaben die sich nicht nur vorüber-gehend in einer baulichen Anlage aufhalten. Entsprechend dem Teil B werden die Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen geschult; er umfasst Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes, der Verhinderung von Brand- und Rauch-usbreitung, der Brandmeldung und Räumung sowie der Brandbekämpfung.

Teil C – Brandverhütung für Personen mit besonderen Brandschutzaufgaben z.B. Brandschutz-eauftragter oder Sicherheits-ingenieur. Teil C umfasst die Brandverhütung, den Alarmplan, Sicherungsmaßnahmen für Personen, Tiere, Umwelt und Sachwerte, Löschmaßnahmen, die Vorbereitung für den Einsatz der Feuerwehr sowie die Nachsorge.

Rettungsweg 

Allgemein werden in den Bauordnungen die beiden Begriffe unter dem Rettungsweg zusammengefasst.   In Sonderbau-verordnungen gibt es dagegen Unterscheide bei den beiden Begriffen. So können Rettungswege zum Teil solche Wege sein, die nur von Rettungskräften betreten werden dürfen. Nachfolgend wird für den allgemeinen Begriff Rettungsweg der Bauordnung entweder der Begriff Flucht- und Rettungsweg oder bauaufsichtlicher Rettungsweg verwendet.

Flucht- und Rettungswege im Baurecht
Die Bauordnung spricht von Rettungswegen und meint damit i. d. R. sowohl Wege zur Eigen- als auch zur Fremdrettung von Personen und Tieren. Wichtige Festlegungen sind dort hinsichtlich der Zahl und der Ausbildung von Flucht- und Rettungswegen getroffen. „Für Nutzungseinheiten mit mindestens einem Aufenthaltsraum … müssen in jedem Geschoss mindestens zwei voneinander unabhängige Rettungswege ins Freie vorhanden sein“ (§ 33 (1) MBO).  

Die Forderung nach zwei voneinander unabhängigen bauaufsichtlichen Rettungswegen, geht davon aus, dass z.B. bei einem Brand einer der beiden Flucht- und Rettungswege ausfallen kann und eine Flucht bzw. Rettung von Menschen und Tieren nicht mehr möglich wäre. Der erste bauaufsichtliche Rettungsweg muss dabei immer baulich hergestellt werden, z.B. über einen Ausgang ins Freie im Erdgeschoss oder Treppen in Geschossen, die nicht zu ebener Erde liegen. 

Der zweite bauaufsichtliche Rettungsweg kann entweder ebenfalls als baulicher Rettungsweg erforderlich sein (z.B. bei Sonderbauten) oder über Rettungsgeräte der Feuerwehr (Leitern, Hubrettungsfahrzeuge) führen. Ein zweiter bauaufsichtlicher Rettungsweg ist nicht erforderlich, wenn die Rettung von Menschen und Tieren über einen sicher erreichbaren Treppenraum möglich ist, in den Feuer und Rauch nicht eindringen können (Sicherheitstreppenraum).

Flucht- und Rettungswege im Arbeitsrecht
In den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR A2.3) „Fluchtwege und Notausgänge, Flucht- und Rettungsplan“ werden   folgende Begriffe definiert, die teilweise von den baurechtlichen Definitionen abweichen.

  • Fluchtwege sind Verkehrswege, an die besondere Anforderungen zu stellen sind und die der Flucht aus einem möglichen Gefährdungsbereich und in der Regel zugleich der Rettung von Personen dienen. Fluchtwege führen ins Freie oder in einen gesicherten Bereich. Fluchtwege im Sinne dieser Regel sind auch die im Bauordnungsrecht definierten Rettungswege, sofern sie selbstständig begangen werden können. Den ersten Fluchtweg bilden die für die Flucht und Rettung erforderlichen Verkehrswege und Türen, die nach dem Bauordnungsrecht notwendigen Flure und Treppenräume für notwendige Treppen sowie die Notausgänge. Der zweite Fluchtweg führt durch einen zweiten Notausgang, der als Notausstieg ausgebildet sein kann.
  • Fluchtweglänge ist die kürzeste Wegstrecke in Luftlinie gemessen vom entferntesten Aufenthaltsort bis zu einem Notausgang.
  • Bei einer Gefährdungsbeurteilung handelt es sich um die Ermittlung und Bewertung der Gefährdungen nach § 5 Arbeitsschutzgesetz.
  • Gefangener Raum ist ein Raum, der ausschließlich durch einen anderen Raum betreten oder verlassen werden kann.

Damit Mitarbeiter und Besucher Gebäude zu denen sie im Rahmen ihrer Arbeit Zugang haben im Notfall schnell verlassen können, sind freie und funktionsfähige Flucht- und Rettungswege unerlässlich. Wenn es Lage, Ausdehnung und Art der Arbeitsstätte erforderlich machen, müssen dazu Flucht- und Rettungspläne erstellt und an geeigneten Stellen aufgehängt werden.

Und noch was...    

alle Mitarbeiter sollten zusätzlich zur Anbringung der Pläne in deren Inhalte eingewiesen werden – denn in einem tatsächlichen Notfall fehlen Zeit und Ruhe um sich damit zu befassen.  

Zur Einweisung der Beschäftigten eines Betriebs dienen Evakuierungsübungen; die Pläne sollten an zentraler Stelle sowie in gefährdeten Bereichen in einer Höhe von etwa 1,60 m aufgehängt werden. 

Flucht- und Rettungspläne enthalten Verhaltensanweisungen für den Gefahrenfall. Sie sollen die Flucht ins Freie oder einen gesicherten Bereich sowie die Rettung anderer gefährdeter Personen ermöglichen. Außerdem sollen sie eine schnelle Übersicht  über vorhandene Hilfsmittel wie Feuerlöscher, Tragen oder Löschdecken bieten.   

Eine bildliche Darstellung ist schriftlichen Anweisungen unbedingt vorzuziehen. In Arbeitsstätten, in denen regelmäßig ausländische Arbeitnehmer beschäftigt sind oder Besucher, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, müssen ergänzende schriftliche Anweisungen auch in den jeweiligen Landessprachen verfasst werden. In jedem Fall sollten Flucht- und Rettungspläne Informationen zu folgenden Punkten enthalten:    

  • Verhalten im Brandfall
  • Ruhe bewahren
  • Brand melden
  • Anweisungen beachten
  • in Sicherheit bringen
  • besondere Verhaltensregeln

Weitere Angaben zu Maßnahmen der Brandbekämpfung und Ersten Hilfe, zu Warn- und Alarmein-richtungen, zu Aufzügen, Ausrüstung und Rettungsmitteln, zu Feuer- und explosionsgefährdeten Räumen, gesundheitsschädlichen Stoffen etc. richten sich nach den jeweiligen Gegebenheiten eines Betriebes.  

Individuell für Ihr Unternehmen erstellen wir für Sie gerne eine Brandschutzordnung nach DIN 14096 Teil 1-3 oder Feuerwehrpläne nach DIN 14095 im Einvernehmen mit der örtlichen Brandaufsichts-behörde und der Feuerwehr oder auch Flucht- und Rettungspläne nach der DIN ISO 7010 mit der Brandschutzordnung Teil A.

Außerdem erstellen wir Feuerwehrlaufkarten für Brandmeldeanlagen. Sie sind besonders wichtig in Gebäuden, in denen sich häufig Personen aufhalten, die nicht ortskundig sind. 

Eine komplette Auswahl finden Sie in unserem Katalog. Wenn Sie möchten, er­stellen wir Ihnen gern ein komplettes Fluchtleit- bzw. Beschilderungssystem.